Room & Style 6.-8.1.17 in Dresden

Kiran wird im Januar 2017 das erstmal mit einem Stand auf der „Room & Style“ in Dresden vertreten sein. Diese Messe ist von ganz besonderer Art durch die einzigartige Atmosphäre und die Auswahl an besonderen Ausstellern.

Als Lifestyle-Messe auf hohem Niveau gibt sie Inspirationen und Angebote zu den Themen Wohnen, Einrichtung, Stil, Ästhetik, Kunst, Gestaltung, Dekoration und Accessoires. Qualität, Exklusivität und die besondere Atmosphäre der Trend- und Lifestyleschau begeistern. Im Mittelpunkt stehen hochwertige Angebote, welche Träume vom individuellen und anspruchsvollen Wohnen wahr werden lassen.

Die FASHION & STYLE flankiert die Wohnraummesse ROOM & STYLE und schafft neben Wohnideen und Designobjekten Anregungen und Inspirationen für Ausgefallenes aus den Bereichen Kleidung, Schuhe, Taschen, Schmuck, Accessoires und vieles mehr.

Die vom Künstlerbund Dresden e.V. veranstaltete Künstlermesse Dresden findet parallel zur ROOM & STYLE statt. 2017 sind ca. 80 Präsentationsflächen aus den Bereichen Malerei, Grafik, Bildhauerei, Installation und Fotografie über Video bis hin zu Mixed Media avisiert. Besonders freuen wir uns, unseren Stand neben dem des Bildhauers Thomas Reichstein zu haben. Mit ihm zusammen hatten wir in diesem Sommer eine Ausstellung in Berlin: Pax de Deux

Kiran erzählt aus seinem Leben – Interview

Für die Ausgabe der Immobilienwelten vom 8.10.2016 von Berliner Zeitung und Berliner Morgenpost wurde Herr Kiran zu einem Interview gebeten.

In dem Artikel erzählt er von seiner Leidenschaft zu Kelims und von seiner Liebe zum Theater und zur Kunst. Und er berichtet, wie ihn sein Weg aus Ankara über Rom, Mailand und Genf bis nach Berlin führte. Hier führt Kiran sein Geschäft seit nunmehr 16 Jahren im Stilwerk, seit fünf Jahren zusammen mit seiner Partnerin Janette Steuer.

Aber lesen Sie selbst:

Kiran Interview in Berliner Morgenpost 2016

Leidenschaft

Orhan Kiran betreibt im Stilwerk Berlin einen gut gehenden Handel mit Kelims, Teppichen und Läufern. Für ihn sind sie Zeugnisse Jahrtausende alter Handwerkskunst 

Text Ulf Teichert, Fotos Cathrin Höhn

Den Bassa Selim aus Mozarts Oper „Die Entführung aus dem Serail“ nimmt man ihm sofort ab. Und nicht nur, weil er diese Rolle rezitieren kann. Nein, Orhan Kiran entspricht mit seiner Wallemähne, dem grauen Bart, seinem aufrechten Gang und dem festen Händedruck ziemlich genau dem Klischee vom erfolgreichen Kaufmann. Mit einem kleinen, aber entscheidenden Unterschied zum Original. Aber davon später. Jetzt interessiert erst einmal der Mann, der uns im zweiten Stock einer Zehlendorfer Gründerzeitvilla empfängt und seit mehr als 20 Jahren versucht, seine Leidenschaft für gute Teppiche auf das Berliner Publikum und seine auswärtigen Gäste zu übertragen. Zuerst mit Hilfe seines Ladengeschäfts in der Bleibtreustraße, später im Stilwerk Berlin. Was ihm ganz gut gelungen sein muss. da er im vergangenen Jahr mit „Kiran Kelim & Teppich Kunst“ 15-jähriges Stilwerk-Bestehen feiern konnte.

Kleine Familienbetriebe. Die Kelims  —  allesamt „Nachfahren“ der von Nomaden in der vorislamischen Zeit erfundenen Bodenbeläge und Wandbehänge  —  Teppiche und Läufer, die bei „Kiran“ verkauft werden, sind aus natürlichen Materialien wie Wolle, Hanf und Seide sowie ganz traditionell von Hand gefertigt. „Ich kenne alle meine Hersteller in Anatolien und Persien persönlich“, erzählt Kiran. Der, wenn man ihn nach der Bedeutung seiner „Ware“ fragt, gern Edgar Allan Poe („Sein Zimmer“) zitiert „Der Teppich ist die Seele des Zimmers“. Der das im Verständnis des 61-Jährigen nur deshalb sein kann, weil bei dessen Herstellung höchste Qualität und faire Behandlung aller Beteiligten garantiert sind. „Ich könnte mich nicht an einem Kelim erfreuen, der von Kindern gewebt wurde“, sagt Orhan Kiran. Die bei ihm verkauften Kelims und Teppiche werden nach wie vor in kleinen Familienbetrieben traditionell gewebt und geknüpft und sind Zeugnisse einer Jahrtausende alten traditionellen Handwerkskunst. „Das handwerkliche Geschick und die Hingabe der Weberinnen und Knüpferinnen in ihrer Arbeit“, so Kiran, „bestimmen den einzigartigen Charakter dieser unverwechselbaren Unikate und finden deshalb unsere höchste Wertschätzung.“

Brennen für alte Dinge. Zum Teppich kam Orhan Kiran übrigens wie die Jungfrau zum Kinde. Mit dem Ziel, Bühnenschauspieler zu werden, hatte er vor gut 40 Jahren an der Hochschule der Künste in Ankara begonnen zu studieren. Nach dem ersten Semester lud ihn ein mit der Familie befreundeter Antiquitätenhändler ein, ihn in den Sommerferien bei seinen Reisen zu begleiten und sich etwas dazu zu verdienen. Der Rest ist Geschichte. Kiran fing Feuer für alte Dinge und kaufte sich bald seinen ersten kleinen Teppich. War es am Anfang eher Hobby, sorgte spätestens eine nicht unerhebliche Finanzspritze seiner Mutter dafür, dass daraus relativ zügig etwas wurde, womit sich gutes Geld verdienen ließ. Zuerst ausschließlich in der Türkei unterwegs, tat sich Orhan Kiran schnell auch in Mailand, Rom und München um, eröffnete in Genf eine Teppich-Galerie und betrieb später im Hamburger Freihafen einen Großhandel.

Besondere positive Energie. „Ich wollte aber nicht nur handeln, sondern auch selbst entwerfen“, erzählt Kiran. Der beste Ort, etwas Neues auszuprobieren, schien ihm Anfang der 1990er Jahre Berlin zu sein. Eine Stadt, die aus seiner Sicht bis heute eine ganz besondere positive Energie ausstrahlt. Vom Entwerfen eigener Muster hat sich Kiran inzwischen „etwas zurückgezogen“. Stattdessen entdeckte er unlängst seine alte Leidenschaft fürs Theater wieder und stand in einem deutsch-türkischen Integrationsprojekt als Bassa Selim auf der Bühne. Seine neueste Liebe gilt dem Tango, dem er sich zweimal die Woche mit seiner Lebensgefährtin und Geschäftspartnerin hingibt. Das Allerschönste: Ganz im Gegensatz zum unglücklich verliebten Mozart-Helden, wurde Orhan Kiran erhört. Demnächst nämlich ist Hochzeit.


Hinter Kiran an der Wand hängt ein Bild von Holger Lippmann und auf dem Foto von der Kelimausstellung „Pax de deux“ im Sommer 2016 im Stilwerk sind Plastiken des Bildhauers Thomas Reichstein abgebildet .

Kelimausstellung „Pax de deux“ >>

www.holgerlippmann.de >>

www.bildhauerei.org >>

Pas de deux – Plastiken von Thomas Reichstein und Kiran Kelims im Stilwerk

Kelims – Zeichen einer alten Kultur die große Landstriche miteinander verbindet. Kiran’s Sammlung zeigt die Vielfalt dieser gewebten Bodenschätze.

Studienaufenthalte in der Südsee inspirierten den Bildhauer Thomas Reichstein zu seinen großformatigen Rattan-Tapa-Plastiken.

Gemeinsam entführen sie uns mit ihrem „Pas de deux“ in das Reich der Phantasie.

Ausstellung vom 8. bis 22. August 2016

wir laden herzlich ein zur Ausstellung „Pas de deux“ im Stilwerk-Foyer.

Eine große Freude ist es uns, die selten in Berlin gezeigten Arbeiten des Bildhauers Thomas Reichstein im Zusammenspiel mit ausgesuchten Kelims aus der Kiran-Sammlung präsentieren zu können. Solisten verbinden sich zu Paaren, die ihrem inneren Klang folgend den Raum um sich herum neu gestalten. Erleben Sie den Zauber natürlicher Materialien die uns schon seit Jahrtausenden auf vielfältige Weise begleiten.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Mit herzlichen Grüßen,

Janette Steuer und Orhan Kiranoglu


Ausstellung 8. – 22. August 2016

Vernissage 8. August 19:30 Uhr

stilwerk Foyer und 3. Etage bei Kiran
Kantstraße 17, 10623 Berlin


 

Vita Thomas Reichstein

  • 1960 geboren in Halle (Saale)
  • Gärtnerlehre
  • Studium der Landschaftsarchitektur, TU Dresden Studium der Bildhauerei, HfBK Dresden
  • 1992 – 1997 Studienaufenthalte in Ghana bei den Gelbgießern
  • 1995 – 1996 Studienaufenthalte Papua-Neuguinea
  • Seit 1999 wiederholt mehrmonatige Arbeitsaufenthalte in einer Buddhagießerei in Thailand
  • Thomas Reichstein ist mehrfacher Preisträger sowie seit 2012 Vorstandsvorsitzender des Neuen Sächsischen Kunstvereins                                                                                                                                                       

Ausstellungsbilder – Kelims und Rattenplastiken im Stilwerk Berlin


Rattan-Tapa-Plastiken von Thomas Reichstein

Bei seinen Studienaufenthalten in der Südsee in den Jahren 1995 und 1996 erlernte Thomas Reichstein das Malanganschnitzen auf der Insel Neuirland in Papua-Neuguinea. Inspiriert durch die vielfältigen Eindrücke auf seinen Reisen entwickelte er, zurückgekehrt nach Deutschland, eine spezielle Art von Rattan-Rindenbaststoff-Plastiken. Die Tapan-Stoffe, die aus dem Rindenbast des Papiermaulbeerbaumes (Broussonetia papyrifera) hergestellt wurden, brachte Thomas Reichstein von seinem Aufenthalt auf Neuirland mit.
Entsprechend der lokalen Tradition wird dort die innere Rinde von den jungen, noch dünnen Stämmen des Papiermaulbeerbaumes geschält. Man erhält Streifen von circa 10 cm Breite. Diese werden auf hölzernen Unterlagen mit ebenfalls hölzernen Tapan-Schlägern auf Breiten von etwa 58 cm geklopft. In den Dörfern gehört dieses monotone Klopfen, dass allgegenwärtig ist, so zum Leben, dass man es nach einer Weile gar nicht mehr wahrnimmt. Nach dem Trocknen der nun über 50 cm breiten Streifen werden die Tapanstoffe mit kleinen, an den Enden ausgefaserten Holzstäbchen mit schwarzen und roten Naturfarben bemalt.
Die schwarze Farbe wird aus manganhaltigen Erden gewonnen und die rote Farbe aus einem Sud von Blättern des Baumes „dum“ und der Rinde des Baumes „dum fara“. Die geschickten Maler zeichnen mit Schwarz die Formen und Symbole vor. Diese werden später von den weniger Begabten mit der roten Farbe ausgemalt.
Mit mystischen Symbolen und Klanzeichen geschmückt finden Tapanstoffe traditionell als Klan-Tapans zeremonielle Verwendung. Auch als Kleidung (Lendenschurz für Männer und Frauen) oder auch als Babytragen wurden die bemalten Baststoffe genutzt. Heute ist diese Art der Nutzung jedoch nicht mehr üblich da auch auf Neuirland inzwischen die allgemein übliche Kleidung getragen wird.

Die bei Kiran im Stilwerk Berlin gezeigten Skulpturen entstanden in der ehemaligen Schlossküche des Barockschlosses Dresden-Pillnitz.


Über Kirans Kelims

Kelims sind gewebte Teppiche oder Wandbehänge. Die Besonderheit ist, dass der Schussfaden auf beiden Seiten des Kelims das Muster bildet. Herkunftsgebiete von Kelims sind vorwiegend Anatolien, das Kaukasusgebiet und Persien.

Geschichte

Die Webkunst ist eine der ältesten Handwerkskünste der Menscheit. Die ältesten heute bekannten und künstlerisch hervorragenden Kelims stammen aus dem 16. Jh.

Nutzung

Das Weben von Kelims geht auf eine jahrhunderte alte und vorislamische Tradition zurück. Nomaden haben auf Webstühlen ihre Zeltbehänge, Bodenbeläge und Decken gewebt. Muster und Motive wie Pflanzen oder Tiere sind Abbilder aus der natürlichen Umgebung.

Verbreitung

Die Zentren sind vor allem das anatolische, armenische und iranische Hochland sowie Transkaukasien, der Hohe Kaukasus und die ans Afghanische Hochland angrenzenden Regionen.

Herstellung

Ein Kelim wird aus zwei Arten von Garn und Faden hergestellt: Kette und Schuss.
In der Grundform ist dies eine sehr einfache Webmethode, die sich bis in prähistorische Zeiten zurückverfolgen lässt.

Schlitz-Technik

Eine Besonderheit sind Schlitzkelims. Bei diesen wird genau an der gleichen Kette der Schußfaden umgekehrt, so dass im Gewebe ein Schlitz entsteht.

Anatolische Kelims

Anatolische Kelims sind durch ihre Farbbrillianz und das Farbspiel der Muster gekennzeichnet. Sie wurden und werden vorwiegend von nomadischen Völkern hergestellt.

Persische Kelims

Frühe arabische und persische Dokumente erwähnen Teppiche, ohne zwischen Knüpf- und Webteppich klar zu unterscheiden. Im Hudud-al-Alam-Text aus dem 11. Jahrhundert findet man Hinweise auf Kelims aus Transoxanien, aus Tabaristan und Fars. Persische Kelims werden hauptsächlich von Nomaden hergestellt, als Teppiche ohne Flor oder als Taschen und Zeltvorhänge. Orange ist bei den Gaschgai Nomaden als Akzentfarbe sehr beliebt. Sechsecke, sogenannte Güls, sowie Quadrate finden sich ebenfalls häufig in Bordüren von Kelims aus Südpersien.


 Ausgestellte Kelims

101 Kelim – Textile Kunstwerke aus Anatolien im Stilwerk

Kelim Ausstellung 9. – 31. Dezember

Kelims sind Zauberkünstler: Sie machen einen Raum behaglich, verleihen ihm jedoch darüber hinaus durch ihre eigenständigen, ganz individuellen Muster eine sehr persönliche Note. Da ihre Designs eher grafisch betont sind, fügen sie sich auch in moderne Einrichtungen besonders harmonisch ein.

Vom 9. bis zum 31. Dezember haben Sie die Gelegenheit, im Stilwerk bei „Kiran Kelim und Teppich Kunst “ eine Auswahl von über 100 attraktiven Kelims zu sehen – Kelims mit den
unterschiedlichsten Mustern, in allen Größen, in leuchtenden oder gedeckten Tönen.

Sonderpräsentation am 9. Dezember

Am 9. Dezember 2015 von 1o bis 22 Uhr findet im Stilwerk-Forum im 5. Stock auf großer Fläche eine Präsentation besonders edler, alter Stücke aus der Kiran-Sammlung statt. Alle Kelims sind verkäuflich.

 

Arztpraxis mit Kelims ausstatten

schlafpraxis-berlin-35Oft erreichen uns Anfragen, ob wir Arztpraxen oder Therapieräume mit Kelims oder Teppichen ausstatten. So kam auch Frau Dr. Little Elk von der Schlafpraxis Berlin im Sommer mit diesem Wunsch auf uns zu. Anlass war der Umzug der Praxis in neue Räume. Dabei sollte die Praxis neu ausgestattet werden. Wir haben uns gemeinsam schrittweisen dem Thema genähert und sind dann mit einer ersten Vorauswahl an Kelims und Teppichen in die neuen Praxisräume von Frau Dr. Little Elk gefahren.

Die Räume dort sind sehr hell und freundlich. Der Empfangsraum, das Wartezimmer, der Eingangsbereich und das Besprechungszimmer sollten mit Teppichen eine noch einladendere Atmosphäre erhalten und der vorhandene Einrichtungstil sollte unterstrichen werden.

Es hat sich jedoch schnell gezeigt, dass einige der Teppiche, die bei uns im Stilwerk gefallen hatten, hier nicht die ideale Wahl waren. Wir machten also Fotos von den Räumen und nahmen die Teppiche wieder mit. Mit dem Eindruck der Räume im Kopf und einer nun sehr genauen Vorstellung von der beabsichtigten Wirkung stellten wir eine neue Auswahl zusammen und vereinbarten einen zweiten Vor-Ort Termin in der Praxis.

Diesmal fanden die Kelims und Teppiche ihren Platz auf dem Boden und an der Wand. In der Praxis ist nun eine farbenfrohe Auswahl sehr verschiedener Kelims und Teppiche zu sehen. Es gibt traditionelle und zeitgenössische, anatolische Kelims, zwei der Kelims kommen aus dem Mazandarangebiet im Norden Irans. Ein Vintageteppich hat im Eingangsbereich seinen Platz gefunden und ein Patchworkkelim ziert das Wartezimmer. Trotz der Verschiedenartigkeit verbinden sich all diese Kelims und Teppiche in den Räumen und schaffen gemeinsam mit den liebevoll ausgesuchten Möbeln, Pflanzen und Accessoires eine sehr einladende und dabei entspannte Stimmung.

Wir freuen uns über die gelungene Zusammenarbeit und danken Frau Little Elk für die freundlicherweise zur Verfügung gestellten Bilder.

Mehr zu Masandaran Kelims, Läufern, mittelgroßen Teppichen, kleinen Kelims

/laeufer/

Ladenerweiterung 2015

6-kiran-rugstar-999x698Endlich ist es soweit: Wir erweitern unseren Laden. Ab nächster Woche gibt es dann wesentlich mehr Fläche zum Präsentieren all der Kelims und Teppiche. Eine große Freude für uns ist es dabei, das nun auch bei Tageslicht in den Raum kommt. Besonders schön ist, dass diese Veränderung viel mehr Wände und damit Hängemöglichkeiten bringt, so dass künftig Ausstellung der Teppiche wesentlich umfangreicher sein wird.

Wenn die Umbauarbeiten abgeschlossen sind, werden wir zur offiziellen Neueröffnung einladen. Gerne können Sie sich über unseren Newsletter dafür anmelden. Bis dahin werden wir hier immer wieder Fotos von den Arbeiten posten.

Kiran Kelim & Teppichkunst bleibt natürlich auch während des Umbaus wie gewohnt geöffnet.

 

Anfertigung von Teppichen

Patchworkteppiche sind so vielseitig wie die ursprünglichen Teppiche, aus denen sie gefertigt werden. Sie erzählen alle ihre Geschichten und bringen ganz eigene Stimmungen in Wohnräume oder Arbeitsplätze. Patchworkteppiche zusammenzustellen ähnelt einem Puzzlespiel oder der Gestaltung von Mosaiken. Man überlegt sich die Grundstimmung und fängt an, die Teile aneinander zu legen, zu gruppieren. Am Ende entsteht ein unverwechselbares Unikat.

Eine große Auswahl dieser Einzelstücke haben wir bei uns vorrätig. Aber oft erfordern räumliche Gegebenheiten Sonderanfertigungen. Genaue Maße müssen eingehalten werden, Farben und Stimmungen sollen zu der Einrichtung passen. Bei Anfertigungen arbeiten wir eng mit unseren Kunden zusammen. Im ersten Schritt wird ein Design gewählt, das von Stimmung und Farbharmonie passend ist. In diesem Beispiel war das ein beigefarbener Teppich, der mit 300 cm x 201 cm jedoch nicht das richtige Maß hatte.

Da der Teppich in einem Anbau genau passend liegen sollte, war ein maßgenaues Arbeiten bei der Anfertigung wichtig. Wir wählten also zuerst gemeinsam das Design aus und haben dann, nachdem uns das endgültige Mass durchgegeben wurde, die einzelnen Platten zu einem ersten Entwurf zusammengelegt. Ein Foto davon schickten wir per Mail zu unseren Kunden. Nach 2 Tagen kam die Antwort: „So soll der Teppich nicht aussehen! Bitte keine Bahnen, das passt nicht an dieser Stelle. Der Teppich soll nicht in eine bestimmte Richtung weisen.“

Also machten wir uns wieder an die Arbeit: Alles neu mischen und zusammenlegen. Das Ergebnis fotografieren und per Mail zur Begutachtung schicken. Diesmal kam die Antwort promt: „…so wie der Teppich jetzt gelegt ist, entspricht er unseren Erwartungen. Ich wiederhole noch einmal die Maße: 3,24 m x 3,29 m. Vielen Dank für Ihre Bemühungen und ein schönes Pfingstfest für Sie alle.“

Das war das Startsignal für die eigentliche Arbeit. Umkettelt waren die einzelnen Stücke schon, aber nun mussten sie alle von Hand zusammengenäht und die Rückseite unterfüttert werden . Keine leichte Arbeit bei so großen Teppichen. Anschließend wird der Teppich verpackt und nach Berlin verschickt.

Hier eingetroffen machen wir ein Foto (hier spielte uns die Sonne einen Streich und sorgte für einen hellen Streifen auf der linken Seite) und schickten dieses unserem Kunden. Nun blieb nur noch eine letzte Frage zu klären da der Teppich nach Nordrhein-Westfalen sollte: „Wollen Sie ihn abholen oder sollen wir ihn versenden?“ Die Entscheidung viel auf Versand. Wir packten ihn in ein handliches Paket und per GLS ging er erneut auf die Reise.

Nach 2 Tagen erreichte uns eine Mail und ein Foto:

„Liebe Frau Steuer,
der Teppich ist heute Nachmittag angekommen, liegt bereits und sieht auch gut aus.
Das hat ja wirklich hervorragend geklappt!
Wir danken Ihnen allen noch einmal für Ihren Einsatz 
M. und H.“

 

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