Großformatige Kelimkissen

In diesem Sommer haben wir aus Kirans Sammlung älterer, handgewebter Kelims, Stoffe und Teppiche über 100 großformatige Kelimkissen mit unserer Weberinnen angefertigt. Rechtzeitig zu Beginn der kalten Jahreszeit sind die letzten Kissen fertig genäht und in Berlin eingetroffen.  

Jedes dieser gemütlichen Kissen ist ein unverwechselbares Unikat aus leuchtenden Farben, zarten Pastelltönen, klassischen Mustern oder schmalen Streifen. Einige wurden nach Patchworkart genäht, manche sind bestickt.

Ein Teil der Kissen ist aus robustem Gewebe gefertigt. Diese Kelimkissen eignen sich auch hervorragend als Bodenkissen. Die Kissen aus feinerem Stoff sind vorwiegend in hellen Naturtönen gehalten und können großzügige Sitzlandschaften bereichern. 

Als Füllmaterial haben wir uns für Kapok, auch Pflanzendaunen genannt, entschieden. Die Kapokfasern sind die leichtesten natürlichen Textilfasern und bestechen durch ihren angenehmen seidigen Griff.

Kirans Kelimkissen sind ca. 95 x 95 cm groß. 

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Anfertigung von 10 m langem Läufer

Oft bekommen wir Anfragen wie diese: „Ich brauche für unseren Flur einen Läufer, der ungefähr 10,5m lang und 75cm breit sein muss. Können Sie so etwas machen?“

Ja, das können wir! Läufer in Form von handgewebten Kelimläufern oder geknüpften Teppichläufern oder, wie in diesem Fall gewünscht, die Anfertigung eines Patchwork-Läufers. Die Vorstellungen unseres Kunden waren recht konkret: Der Läufer sollte hell und freundlich wirken und die Farbtöne pink, violett und taupe sollten vorkommen. Außerdem sollte der Läufer relativ dünn sein und rutschfest auf dem Boden liegen.

Nach einem ersten telefonischen Beratungsgespräch machten wir die ersten individuellen Vorschläge, stimmten diese mit dem Kunden ab, überarbeiteten die Entwürfe nochmals und ließen schließlich in unserem Atelier den ersten Läufer zusammenlegen. Der Kunde bekam das Foto per Mail und erhielt so einen sehr realistischen Eindruck von dem entstehenden Läufer. Schnell wurde klar, dass noch ein paar Teppichstücke ausgetauscht werden müssen, damit der Läufer farblich gut in die Raumsituation passt. Also kamen die ins bläuliche gehenden Stücke weg, stattdessen etwas mehr Pink und Violett und dann wurde der Läufer fertig zusammengenäht.

Etwa eine Woche später kam der fertige Läufer bei uns in Berlin an. Jetzt brauchten wir nur noch die Teppichunterlage vorbereiten – rutschfest und für Fußbodenheizungen geeignet – und dann konnte der Läufer verschickt werden.

Spannend war für uns dann wieder die Zeit, bis der Kunde sich meldet. Wird der Läufer gefallen? Wie sieht er tatsächlich in dem Flur aus, für den er gedacht ist? Hier, in Berlin, zog der Läufer mit seinen frischen Farben und der fröhlichen Ausstrahlung sofort die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. Aber wird unser Kunde auch begeistert sein?

Dann kam die Mail: Sehr geehrte Frau Kiran, …Der Teppich liegt. Sieht sehr gut aus (siehe Fotos). War eine gute Idee, das bei ihnen anfertigen zu lassen. Vielen Dank, S.

Für uns ist es immer wieder eine große Freude auch für Kunden, die nie selber in unserem Geschäft waren, einen Kelim oder Teppich zu finden oder anzufertigen, der genau passend für ihre jeweilige Wohnsituation ist.

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Individuelle Läuferanfertigung

Hier die Ausgangsituation: Ein schmaler Flur mit über 10 m Länge und darin zwei alte Teppichläufer.
Unsere ersten Entwürfe: Hier der Läufer in Pink als Versuch mit nur einer Farbe.
Läuferentwurf dreifarbig: Pink, Violett und Taube sollten darin vorkommen
Am Ende ging es in Richtung Multicolor Nachdem die grünen und blauen Teppiche durch pinkfarbenen und violette ersetzt wurden, legten wir den Läufer wie ein Puzzle zusammen.
Ein Schnappschuss aus unserem Atelier von dem zusammengelegtem Läufer. Nach dem Okay des Kunden wurde der Läufer zusammengenäht und unterfüttert.
Und hier ist er: Der ist der frisch in Berlin eingetroffene Läufer!
Gut bei unseren Kunden angekommen: Wir bekamen Bilder von dem Läufer wie er in dem langen Flur liegt – von beiden Enden aus fotografiert. Herzlichen Dank dafür!

  

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Kelims aus handversponnener Wolle

In dieser Woche sind unsere neuen handgewebten Kelims aus Anatolien eingetroffen. Das Besondere an diesen Kelims ist, dass sie auf ganz traditionelle Art mit handversponnener Wolle gewebt wurden – und das heutzutage. Die Wolle wurde dafür zuvor sorgfältig von Hand mit Naturfarben eingefärbt. Viele wunderschöne, fein abgestufte Farbnuancen entstehen dabei. Vor allem die Grün- und Rottöne der Kelims bestechen durch ihre Wärme und Vielfalt. Auf einigen der Kelims wurden traditionelle Symbole neu interpretiert. Im Zusammenspiel mit den natürlichen Farben entstand so eine Reihe von Kelims, die sich wunderbar harmonisch in verschiedenste Wohnsituationen einfügen.

Da diese Kelims besonders robust und fest in ihrer Struktur sind, eignen sich die größeren hervorragend für Essbereiche. Die schonend verarbeitete Wolle hat ihren natürlichen Fettgehalt behalten und ist dadurch besonders schmutzabweisend.

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gewebt & entworfen – KELIMS TREFFEN KLASSIKER DER MODERNE

Kiran Kelim & Teppich Kunst präsentiert
Möbel und Originalobjekte aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts
im Zusammenspiel mit traditionellen und zeitgenössischen Kelims
aus verschiedenen Regionen.

01. – 15. November, Stilwerk Mall und 3. Etage

Wir laden Sie herzlich ein und freuen uns auf Ihren Besuch.

O. und J. Kiran


Die Ausstellung „gewebt & entworfen – KELIMS TREFFEN KLASSIKER DER MODERNE“ ist für Kiran der Auftakt, seine Leidenschaft für Designmöbel des beginnenden 20. Jahrhunderts nach außen zu tragen. Kiran zeigt eine Auswahl seiner privaten Sammlung sowie Möbel, die zum  Verkauf angeboten werden. Das Angebot wird in den nächsten Monaten stetig erweitert werden und umfasst neben verschiedensten Stahlrohrsesseln und -Stühlen beispielsweise auch Lampen, Tische und Konsolen. Bei Interesse setzen Sie sich am besten direkt mit uns in Verbindung.


Weitere Ausstellungen von Kiran Kelim & Teppich Kunst:

101 Kelim – Ausstellung im Stilwerk Berlin >

Handgewebte Kelims zieren Wände >

                                                                                                                                    Pas de deux – Plastiken von Thomas Reichstein und Kiran Kelims >

                                                                                                                                    Meisterwerke orientalischer Webkunst >

Kiran erzählt aus seinem Leben – Interview

Für die Ausgabe der Immobilienwelten der Berliner Zeitung und Berliner Morgenpost wurde Herr Kiran zu einem Interview gebeten.

In dem Artikel erzählt er von seiner Leidenschaft zu Kelims und von seiner Liebe zum Theater und zur Kunst. Und er berichtet, wie ihn sein Weg aus Ankara über Rom, Mailand und Genf bis nach Berlin führte. Hier führt Kiran sein Geschäft seit nunmehr 16 Jahren im Stilwerk, seit fünf Jahren zusammen mit seiner Partnerin Janette.

Aber lesen Sie selbst:

Kiran Interview in Berliner Morgenpost 2016

Leidenschaft

Orhan Kiran betreibt im Stilwerk Berlin einen gut gehenden Handel mit Kelims, Teppichen und Läufern. Für ihn sind sie Zeugnisse Jahrtausende alter Handwerkskunst 

Text Ulf Teichert, Fotos Cathrin Höhn

Den Bassa Selim aus Mozarts Oper „Die Entführung aus dem Serail“ nimmt man ihm sofort ab. Und nicht nur, weil er diese Rolle rezitieren kann. Nein, Orhan Kiran entspricht mit seiner Wallemähne, dem grauen Bart, seinem aufrechten Gang und dem festen Händedruck ziemlich genau dem Klischee vom erfolgreichen Kaufmann. Mit einem kleinen, aber entscheidenden Unterschied zum Original. Aber davon später. Jetzt interessiert erst einmal der Mann, der uns im zweiten Stock einer Zehlendorfer Gründerzeitvilla empfängt und seit mehr als 20 Jahren versucht, seine Leidenschaft für gute Teppiche auf das Berliner Publikum und seine auswärtigen Gäste zu übertragen. Zuerst mit Hilfe seines Ladengeschäfts in der Bleibtreustraße, später im Stilwerk Berlin. Was ihm ganz gut gelungen sein muss. da er im vergangenen Jahr mit „Kiran Kelim & Teppich Kunst“ 15-jähriges Stilwerk-Bestehen feiern konnte.

Kleine Familienbetriebe. Die Kelims  —  allesamt „Nachfahren“ der von Nomaden in der vorislamischen Zeit erfundenen Bodenbeläge und Wandbehänge  —  Teppiche und Läufer, die bei „Kiran“ verkauft werden, sind aus natürlichen Materialien wie Wolle, Hanf und Seide sowie ganz traditionell von Hand gefertigt. „Ich kenne alle meine Hersteller in Anatolien und Persien persönlich“, erzählt Kiran. Der, wenn man ihn nach der Bedeutung seiner „Ware“ fragt, gern Edgar Allan Poe („Sein Zimmer“) zitiert „Der Teppich ist die Seele des Zimmers“. Der das im Verständnis des 61-Jährigen nur deshalb sein kann, weil bei dessen Herstellung höchste Qualität und faire Behandlung aller Beteiligten garantiert sind. „Ich könnte mich nicht an einem Kelim erfreuen, der von Kindern gewebt wurde“, sagt Orhan Kiran. Die bei ihm verkauften Kelims und Teppiche werden nach wie vor in kleinen Familienbetrieben traditionell gewebt und geknüpft und sind Zeugnisse einer Jahrtausende alten traditionellen Handwerkskunst. „Das handwerkliche Geschick und die Hingabe der Weberinnen und Knüpferinnen in ihrer Arbeit“, so Kiran, „bestimmen den einzigartigen Charakter dieser unverwechselbaren Unikate und finden deshalb unsere höchste Wertschätzung.“

Brennen für alte Dinge. Zum Teppich kam Orhan Kiran übrigens wie die Jungfrau zum Kinde. Mit dem Ziel, Bühnenschauspieler zu werden, hatte er vor gut 40 Jahren an der Hochschule der Künste in Ankara begonnen zu studieren. Nach dem ersten Semester lud ihn ein mit der Familie befreundeter Antiquitätenhändler ein, ihn in den Sommerferien bei seinen Reisen zu begleiten und sich etwas dazu zu verdienen. Der Rest ist Geschichte. Kiran fing Feuer für alte Dinge und kaufte sich bald seinen ersten kleinen Teppich. War es am Anfang eher Hobby, sorgte spätestens eine nicht unerhebliche Finanzspritze seiner Mutter dafür, dass daraus relativ zügig etwas wurde, womit sich gutes Geld verdienen ließ. Zuerst ausschließlich in der Türkei unterwegs, tat sich Orhan Kiran schnell auch in Mailand, Rom und München um, eröffnete in Genf eine Teppich-Galerie und betrieb später im Hamburger Freihafen einen Großhandel.

Besondere positive Energie. „Ich wollte aber nicht nur handeln, sondern auch selbst entwerfen“, erzählt Kiran. Der beste Ort, etwas Neues auszuprobieren, schien ihm Anfang der 1990er Jahre Berlin zu sein. Eine Stadt, die aus seiner Sicht bis heute eine ganz besondere positive Energie ausstrahlt. Vom Entwerfen eigener Muster hat sich Kiran inzwischen „etwas zurückgezogen“. Stattdessen entdeckte er unlängst seine alte Leidenschaft fürs Theater wieder und stand in einem deutsch-türkischen Integrationsprojekt als Bassa Selim auf der Bühne. Seine neueste Liebe gilt dem Tango, dem er sich zweimal die Woche mit seiner Lebensgefährtin und Geschäftspartnerin hingibt. Das Allerschönste: Ganz im Gegensatz zum unglücklich verliebten Mozart-Helden, wurde Orhan Kiran erhört. Demnächst nämlich ist Hochzeit.


Hinter Kiran an der Wand hängt ein Bild von Holger Lippmann und auf dem Foto von der Kelimausstellung „Pax de deux“ im Sommer 2016 im Stilwerk sind Plastiken des Bildhauers Thomas Reichstein abgebildet .

Kelimausstellung „Pax de deux“ >>

www.holgerlippmann.de >>

www.bildhauerei.org >>

Pas de deux – Plastiken von Thomas Reichstein und Kiran Kelims im Stilwerk

Kelims – Zeichen einer alten Kultur die große Landstriche miteinander verbindet. Kiran’s Sammlung zeigt die Vielfalt dieser gewebten Bodenschätze.

Studienaufenthalte in der Südsee inspirierten den Bildhauer Thomas Reichstein zu seinen großformatigen Rattan-Tapa-Plastiken.

Gemeinsam entführen sie uns mit ihrem „Pas de deux“ in das Reich der Phantasie.

Ausstellung vom 8. bis 22. August 2016

wir laden herzlich ein zur Ausstellung „Pas de deux“ im Stilwerk-Foyer.

Eine große Freude ist es uns, die selten in Berlin gezeigten Arbeiten des Bildhauers Thomas Reichstein im Zusammenspiel mit ausgesuchten Kelims aus der Kiran-Sammlung präsentieren zu können. Solisten verbinden sich zu Paaren, die ihrem inneren Klang folgend den Raum um sich herum neu gestalten. Erleben Sie den Zauber natürlicher Materialien die uns schon seit Jahrtausenden auf vielfältige Weise begleiten.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Mit herzlichen Grüßen,

Janette Steuer und Orhan Kiranoglu


Ausstellung 8. – 22. August 2016

Vernissage 8. August 19:30 Uhr

stilwerk Foyer und 3. Etage bei Kiran
Kantstraße 17, 10623 Berlin


 

Vita Thomas Reichstein

  • 1960 geboren in Halle (Saale)
  • Gärtnerlehre
  • Studium der Landschaftsarchitektur, TU Dresden Studium der Bildhauerei, HfBK Dresden
  • 1992 – 1997 Studienaufenthalte in Ghana bei den Gelbgießern
  • 1995 – 1996 Studienaufenthalte Papua-Neuguinea
  • Seit 1999 wiederholt mehrmonatige Arbeitsaufenthalte in einer Buddhagießerei in Thailand
  • Thomas Reichstein ist mehrfacher Preisträger sowie seit 2012 Vorstandsvorsitzender des Neuen Sächsischen Kunstvereins                                                                                                                                                       

Ausstellungsbilder – Kelims und Rattenplastiken im Stilwerk Berlin


Rattan-Tapa-Plastiken von Thomas Reichstein

Bei seinen Studienaufenthalten in der Südsee in den Jahren 1995 und 1996 erlernte Thomas Reichstein das Malanganschnitzen auf der Insel Neuirland in Papua-Neuguinea. Inspiriert durch die vielfältigen Eindrücke auf seinen Reisen entwickelte er, zurückgekehrt nach Deutschland, eine spezielle Art von Rattan-Rindenbaststoff-Plastiken. Die Tapan-Stoffe, die aus dem Rindenbast des Papiermaulbeerbaumes (Broussonetia papyrifera) hergestellt wurden, brachte Thomas Reichstein von seinem Aufenthalt auf Neuirland mit.
Entsprechend der lokalen Tradition wird dort die innere Rinde von den jungen, noch dünnen Stämmen des Papiermaulbeerbaumes geschält. Man erhält Streifen von circa 10 cm Breite. Diese werden auf hölzernen Unterlagen mit ebenfalls hölzernen Tapan-Schlägern auf Breiten von etwa 58 cm geklopft. In den Dörfern gehört dieses monotone Klopfen, dass allgegenwärtig ist, so zum Leben, dass man es nach einer Weile gar nicht mehr wahrnimmt. Nach dem Trocknen der nun über 50 cm breiten Streifen werden die Tapanstoffe mit kleinen, an den Enden ausgefaserten Holzstäbchen mit schwarzen und roten Naturfarben bemalt.
Die schwarze Farbe wird aus manganhaltigen Erden gewonnen und die rote Farbe aus einem Sud von Blättern des Baumes „dum“ und der Rinde des Baumes „dum fara“. Die geschickten Maler zeichnen mit Schwarz die Formen und Symbole vor. Diese werden später von den weniger Begabten mit der roten Farbe ausgemalt.
Mit mystischen Symbolen und Klanzeichen geschmückt finden Tapanstoffe traditionell als Klan-Tapans zeremonielle Verwendung. Auch als Kleidung (Lendenschurz für Männer und Frauen) oder auch als Babytragen wurden die bemalten Baststoffe genutzt. Heute ist diese Art der Nutzung jedoch nicht mehr üblich da auch auf Neuirland inzwischen die allgemein übliche Kleidung getragen wird.

Die bei Kiran im Stilwerk Berlin gezeigten Skulpturen entstanden in der ehemaligen Schlossküche des Barockschlosses Dresden-Pillnitz.


Über Kirans Kelims

Kelims sind gewebte Teppiche oder Wandbehänge. Die Besonderheit ist, dass der Schussfaden auf beiden Seiten des Kelims das Muster bildet. Herkunftsgebiete von Kelims sind vorwiegend Anatolien, das Kaukasusgebiet und Persien.

Geschichte

Die Webkunst ist eine der ältesten Handwerkskünste der Menscheit. Die ältesten heute bekannten und künstlerisch hervorragenden Kelims stammen aus dem 16. Jh.

Nutzung

Das Weben von Kelims geht auf eine jahrhunderte alte und vorislamische Tradition zurück. Nomaden haben auf Webstühlen ihre Zeltbehänge, Bodenbeläge und Decken gewebt. Muster und Motive wie Pflanzen oder Tiere sind Abbilder aus der natürlichen Umgebung.

Verbreitung

Die Zentren sind vor allem das anatolische, armenische und iranische Hochland sowie Transkaukasien, der Hohe Kaukasus und die ans Afghanische Hochland angrenzenden Regionen.

Herstellung

Ein Kelim wird aus zwei Arten von Garn und Faden hergestellt: Kette und Schuss.
In der Grundform ist dies eine sehr einfache Webmethode, die sich bis in prähistorische Zeiten zurückverfolgen lässt.

Schlitz-Technik

Eine Besonderheit sind Schlitzkelims. Bei diesen wird genau an der gleichen Kette der Schußfaden umgekehrt, so dass im Gewebe ein Schlitz entsteht.

Anatolische Kelims

Anatolische Kelims sind durch ihre Farbbrillianz und das Farbspiel der Muster gekennzeichnet. Sie wurden und werden vorwiegend von nomadischen Völkern hergestellt.

Persische Kelims

Frühe arabische und persische Dokumente erwähnen Teppiche, ohne zwischen Knüpf- und Webteppich klar zu unterscheiden. Im Hudud-al-Alam-Text aus dem 11. Jahrhundert findet man Hinweise auf Kelims aus Transoxanien, aus Tabaristan und Fars. Persische Kelims werden hauptsächlich von Nomaden hergestellt, als Teppiche ohne Flor oder als Taschen und Zeltvorhänge. Orange ist bei den Gaschgai Nomaden als Akzentfarbe sehr beliebt. Sechsecke, sogenannte Güls, sowie Quadrate finden sich ebenfalls häufig in Bordüren von Kelims aus Südpersien.


 Ausgestellte Kelims

Frühlingserwachen

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Frühlingserwachen mit leuchtenden Farben

Der Frühling ist die zauberhafte Zeit der erwachenden Natur mit wärmenden Sonnenstrahlen,  die Zeit der zarten Frühblüher und der bunten Schmetterlinge. Frische Farben ziehen ein und wir freuen uns auf die Frühlingsboten. Ob bunt, geblümt oder ganz zart, begrüßen Sie mit uns die strahlende Jahreszeit.

Wir haben hier eine Auswahl unserer neuen Kelims & Vintage-Teppiche für Sie zusammengestellt:

  • Zeitgenössische Kelims
  • Traditionelle anatolische Kelims
  • Vintageteppiche 

Zeitgenössische Kelims

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Traditionelle anatolische Kelims

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Vintageteppiche 

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